Foto: Ole Janssen

Stoner Heroes mit neuem Album – ETA LUX im Interview

31.01.2023, Markus Schaedel

Lesedauer: 5 Min

Eta Lux spielen wuchtigen, klassischen Stoner Rock – und das seit nun fast 15 Jahren. In dieser Zeit haben die Vier nicht nur durch zwei Alben („Untitled“/ 2014 und „Escape through the Void“/2018) sondern auch durch zahlreiche regionale und überregionale Gigs, u.a. im Vorprogramm von Genregrössen wie KYUSS, CROWBAR, oder ATOMIC BITCHWAX auf sich aufmerksam gemacht.

Eta Lux sind eine sehr gute Liveband, die on Stage kaum Unterschiede zum Albumsound erkennen lassen – intensiv, ausufernd und einfach wie aus einem Guss.

Am 18. Februar diesen Jahres veröffentlichen die vier Bremer nun ihr 3. Album „High and Low“ inklusive zugehöriger Releaseparty im Lagerhaus HB. Natürlich muss da ein Interview her. Und so sprachen wir vor Kurzem u.A. über die Entstehung der Band, ihren Werdegang, die nahe Zukunft und natürlich über das Album.

Was macht guten Stoner Rock für euch aus ? 

Fuzz. Fuzz und noch mehr Fuzz. Zusammengefuzzt: Fuzz!

 

Hab ichs mir doch fuzz-t gedacht..Wie würdet ihr die 14 Jahre Bandgeschichte in ein paar Sätzen zusammenfassen ? Highlights Positiv und Negativ ? Wie wars insgesamt ?

ETA LUX entstanden 2009 aus einer Bierlaune heraus als Nebenprojekt. Jeder hatte da noch andere Bands und man wollte dem klassischen Wüsten-Stoner mit langen Proberaumjams frönen. Nach drei Jahren entstand dann das erste Album und die Band, damals noch mit altem Sänger und Bassisten Jann (jetzt bei KASHA), wurde zur Hauptband. Mit einigen guten Gigs wurde sich ein gewisser Ruf erspielt. Nach dem Ausstieg von Jann 2015 wurde sich neuformiert. Basser Tobi und Sänger Chris kamen dazu. Es begann eine sehr kreative Zeit in der das zweite Album „Escape through the Void“ entstand. Zu den Highlights zählen tolle Supportslots für Bands wie KYUSS, CROWBAR, RED FANG oder CLUTCH. Super waren auch immer Konzerte, die etwas aus unserer regionalen Komfortzone herausführten, wie z.B. Belgien, Leipzig oder Gigs in NRW. Letztes Highlight war der Studiobesuch bei Timo Hollmann und der Videodreh im Kampfsportstudio „Grapple & Strike“ mit Ole Janßen. Negative Momente gab es eigentlich nicht, wenn man die Coronazeit ausklammert.

 

Was erwartet uns auf dem Neuen Album?

Wir haben versucht möglichst viel unserer live-Energie in die Aufnahmen zu stecken. Neben dem klassischen Stoner-Fuzz Gerüst gibt es recht viel Abwechslung. Eigentlich sollte für jeden, der was mit Rock- oder härterer Gitarrenmusik was anfangen kann, etwas dabei sein.

 

Könnt ihr etwas über den Entstehungsprozess des Albums erzählen?

Das Album selbst haben wir schon 2020 in den Harbour Inn Studios eingespielt. Der Grund dafür, dass die Scheibe jetzt erst kommt, ist ganz klar die Pandemie. Zu den Aufnahmen haben wir ein kleines Zeitfenster zwischen zwei Lockdowns genutzt, in der es erlaubt war sich zu fünft in einem geschlossenen Raum aufzuhalten. Danach ging recht lange erstmal nix mehr. Da wir unser Album aber gebührend veröffentlichen wollten, haben wir gewartet bis es wieder erlaubt war guten Gewissens ein größeres Konzert zu veranstalten. Ein weiterer Grund ist die momentan recht lange Wartezeit auf Vinyl. Als kleine Band muss man momentan eine Wartezeit von über einem Jahr einkalkulieren, wenn man eine LP pressen lassen möchte.

Was war anders als bei den anderen Alben ?

Wir haben uns für das Songwriting etwas mehr Zeit gelassen als beim Vorgänger. Wir haben dabei die klassischen Stonerrockgrenzen aufweichen lassen und alles zugelassen, was uns persönlich gefällt. Das war bei den beiden Alben davor noch etwas strikter. Diesmal gab es auch kein klassisch selbst aufgenommenes Demotape bzw. keine Preproduction. Wir sind recht frisch aus dem Proberaum ins Studio marschiert und konnten so etwas mehr vom ursprünglichen Sound einfangen ohne zu verkopft an die Sache ranzugehen.

Plant ihre eine Tour ?

Momentan fokussieren wir uns mit viel Energie und Planung auf die Record Release Party im Lagerhaus. Das wird wirklich ein sehr spezieller und erinnerungswürdiger Abend. Da wir alle beruflich und familiär recht eingespannt sind, wird es voraussichtlich nicht so schnell eine klassische Tour geben, wie man sie von anderen Bands kennt. Wir planen aber den einen oder anderen Weekender und Festivalgigs.

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