Was gibt’s Neues bei… Penetractor? Neues Release „Resented“ – und sonst?
28.05. 26 , Markus Schaedel
Penetractor gehören zu den Bands, die man in Bremen in den letzten Jahren zwangsläufig auf dem Schirm bekommen hat: 2019 gegründet, 2021 in einem neuen Line-up und mit geschärftem Konzept noch einmal richtig gestartet, bahnt sich das Quintett seitdem seinen Weg durch Clubs, Festivals und Playlists. Aus der „vier Freunde aus Bremen“-Konstellation ist inzwischen eine der sichtbarsten jungen Progressive-Metalcore-Formationen der Stadt geworden.
Musikalisch beschreibt sich die Band als Mischung aus modernem Metal mit progressiven Einflüssen – und das ist ausnahmsweise mal kein Promo-Sprech ins Leere. Zwei Gitarren spannen atmosphärische Flächen auf, um sie im nächsten Moment mit brachialen Riffs wieder einzureißen, während Bass und Drums eine fast unnahbare Rhythmussektion bilden. Wer Thornhill, Sleep Token oder TesseracT auf Rotation hat, findet hier die Bremer Variante desselben ästhetischen Spannungsfeldes.
Auf der Live-Seite haben Penetractor sich vor allem über die lokale Infrastruktur hochgespielt: Zollkantine, Tower, Kulturzentrum Schlachthof. Ein Meilenstein war die Teilnahme am Hellseatic Festival 2024 im Schlachthof – für die Band das „erste große Festival“ und ein ziemlich deutliches „Ihr gehört dazu“ aus der kuratierten Heavy-Szene rund um Bremen. In der Zollkantine tauchen sie regelmäßig im Local-Booster-Kontext auf, unter anderem bei einem Dreierpaket mit Not My Art (Electronicore, HB) und Leaving The Orbit (Progressive Metal), das sehr klar zeigt, in welchem lokalen Cluster Penetractor musikalisch verortet sind.
Auch jenseits der Bühne ist Vernetzung ein Thema: Die Kollaboration Rapture mit den Bremer Djent-Kollegen Skyshaper (2023) und Support-Slots etwa bei Maelføys Home Shows im Tower 2026 markieren Penetractor als festen Bestandteil eines jüngeren Metal-/Core-Gespanns, das Bremen zwischen DIY-Clubshow und Instagram-kompatibler Marke neu justiert. Die eigene EP Corporeal Form (2024) bündelt diese Entwicklung und lotet mit Tracks wie Delirium oder Symptom of Life die Schnittstelle von körperlicher Überforderung, atmosphärischer Melancholie und brutaler Entladung aus.
Neu im Programm ist seit dem 15. Mai 2026 die Single RESENTED, zu der es auch ein frisches Musikvideo gibt. Der Song greift explizit die „wachsende Frustration, Spaltung und das Misstrauen“ einer Gegenwart auf, die von politischer Spannung, Manipulation und sozialem Verfall geprägt ist – so die Band selbst in den Begleittexten. Klanglich bleiben Penetractor ihrem Mix aus melodischen Spannungsbögen und aggressiven Ausbrüchen treu, schieben das Material aber noch etwas näher an zeitgenössischen Progressive Metalcore heran. Das Video ist über den YouTube-Kanal der Band abrufbar; Streaming läuft über alle gängigen Plattformen.
Wer Penetractor in nächster Zeit live sehen will, wird vor allem über Bandsintown und die Socials fündig: Dort bündelt die Band ihre kommenden Shows, darunter auch weitere Termine in ihrer Hometown Bremen und Umgebung. Neben Festival-Slots (etwa im Umfeld des Hellseatic) tauchen dort Clubgigs wie die Home Shows im Tower auf – ein gutes Setting, um die neue Single RESENTED in voller Lautstärke und mit der für Penetractor typischen, physisch dichten Performance zu erleben.
Offizielle Website: penetractor.debackstagepro
Instagram: instagram.com/penetractor.officialinstagram
Musik / Releases: Apple Music – Penetractormusic.apple
Tourdaten: Bandsintown – Penetractorbandsintown
Mai 2026 – Hamburg, Bettymusic.apple+1
Dezember 2026 – Bremen, Tower Musikclubinstagram+2
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